Presse
| Integrative Ferienmesse an der Rohräckerschule |
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Von Tagesausflügen bis zur Türkeireise
ESSLINGEN: Reger Andrang bei der ersten Ferienmesse für Behinderte
Willkommen zur ersten CMT Rohräcker.“ Die Lacher hat Tobias Haas von der Seelsorge für Familien mit behinderten Kindern auf seiner Seite. Mit diesen Worten eröffnet er die erste Ferienmesse für Kinder und Jugendliche mit Handicap. Sie ermöglicht es, mit Freizeiten-Anbietern in direkten persönlichen Kontakt zu treten.
Von Gesa von Leesen
Auch wenn ' s nicht ganz so groß ausfällt wie die internationale Reisemesse CMT - im Foyer der Rohräckerschule auf dem Zollberg reihen sich am Dienstagabend rund 20 Stände vor allem von Vereinen und Verbänden aneinander und sind dicht umlagert.
„Ich arbeite in den Neckartalwerkstätten“, sagt Karin Schiller, die am Stand der Lebenshilfe Esslingen Prospekte sammelt. „Die Eltern unserer Leute fragen immer wieder nach Urlaubsangeboten und da ist das hier eine gute Info-Möglichkeit für mich.“ Erika Synovzik von den Offenen Hilfen der Esslinger Lebenshilfe hat die Ferienmesse gemeinsam mit dem Verein für Körperbehinderte, der Seelsorge für Familien mit behinderten Kindern und dem Förderverein Rohräckerschule organisiert. Sie weiß, dass die Nachfrage nach Ferienprogrammen für behinderte Kinder groß ist: „Unser Sommerferienprogramm könnten wir mehrmals machen.“
Beim Esslinger Verein Villa, der integrative Freizeitangebote organisiert, informiert sich Caroline Weigmann. „Ich suche etwas für unseren schwerbehinderten Sohn. Der ist jetzt 17 und langweilt sich nach der Schule oder auch am Wochenende“, sagt die Nürtingerin. Urlaub würden sie gemeinsam machen: „Das ist schon anstrengend, weil er rund um die Uhr eine Betreuung braucht.“ Die Reise des Anbieters Caretour erscheine ihr aber interessant: „Da kann man gemeinsam als Familie in die Türkei reisen und Betreuung ist gewährleistet. Das könnte entspannend für uns sein.“ Das Ehepaar Schäfer würde seinem geistig behinderten 18-jährigen Sohn gern einen Urlaub mit Gleichaltrigen ermöglichen, hat aber noch nichts Passendes gefunden. „Die Angebote hier richten sich wohl vor allem an Kinder oder so 14-Jährige“, meint Karin Schäfer. Doch auch da gibt es Bedarf.
Zufriedene Rektoren
Ob Jugendfarm auf dem Zollberg, katholischer Jugendbund, evangelisches Jugendwerk, Kreisjugendring, Diakonie oder Sonnenhof Ebersbach, ob Tagesangebote oder Freizeiten mit Übernachtung, ob integrativ oder Behinderte unter sich - an allen Ständen wird intensiv gefragt, gesucht und natürlich Informations-Material gesammelt. Die Rektoren der Schulen für Geistig- beziehungsweise für Körperbehinderte, Ulrich Matthes und Jürgen Dicke-Bonk, stehen strahlend am Rande des Geschehens und sind sich einig: „Das läuft richtig gut.“ Eben wie auf der CMT.
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