Themen, Inhalte und Methoden des Unterrichts variieren stark entsprechend der Altersstufe. Außerdem kann durch die Verschiedenheit der Behinderungsarten nicht von einem allgemeinen Klassenstandard ('Klassenziel' - 'Durchfallen'!) wie in anderen Schularten gesprochen werden. Wohl aber von einem individuellen Lernstandard! Der Unterricht und die Schulorganisation sind so angelegt, dass jeder Schüler und jede Schülerin entsprechend seiner bzw. ihrer Fähigkeiten optimal gefördert werden kann. Schwerpunkte der schulischen Bildung liegen im sozialen Bereich, im Verstehen der Umwelt und in der Bewältigung der eigenen Lebenspraxis. Aber auch die üblichen schulischen Fächer wie Lesen, Rechnen und Schreiben werden, wenn auch in methodisch anderer Form wie man dies von der Grundschule her kennt, beachtet. Der Unterricht orientiert sich z.B. stark am Prinzip der Anschaulichkeit und will sinnstiftend auf die Kinder und Jugendlichen wirken.


Wöchentlich werden unterrichtet:
  • Musik und Rhythmik
  • Sport und Schwimmen
  • Gestalten und Werken
  • Lesen, Umgang mit Mengen/Rechnen, Schreiben
  • Hauswirtschaft und Kochen
  • Themen der Alltagsbewältigung
  • Sachunterricht und Kulturtechniken
  • und als wöchentliches Schulforum der sog. 'Morgenkreis', an dem sich zum Wochenbeginn die ganze Schule versammelt.
  • Hinzu kommen ein Mal pro Woche altersunabhängige Neigungsgruppen (z.B. Zirkus-AG, Klöppel-AG oder Computer-AG).

Regelmäßig gehören zum Schuljahr auch:


  • Die klassenübergreifende Projektwoche,
  • das Sportfest,
  • die gemeinsame Weihnachtsfeier,
  • die jährliche Abschlussfeier für die Entlassschüler,
  • der oft jährliche Schullandheimaufenthalt,
  • mehrtägige Unterrichtsprojekte (z.B. Naturtage, Teestubenbetrieb, Stadterkundungen),
  • Nikolaus-, Faschings- und Osterfeier, oder die Geburtstagsfeiern in der Klasse.

Daraus ergeben sich fächerübergreifend Kompositionen von Unterrichtsinhalten, welche den Kindern und Jugendlichen vielfältige Lernanlässe bieten und vor allem Freude am Lernen vermitteln. Die Auswahl von Inhalt und Methode kann sehr individuell an den Bedürfnissen und Fähigkeiten der Schüler ausgerichtet werden. Die Anstrengungsbereitschaft der Schüler ist uns genauso wichtig wie eine gute und angstfreie Lernatmosphäre!

Die Eltern sind eingeladen, einen Unterrichtsvormittag in der Klasse Ihres Kindes zu besuchen und dabei Methodik und Inhalte besser kennenlernen und verstehen zu können. Wir bemühen uns eine offene Schule zu sein, welcher die Zusammenarbeit mit den Eltern sehr wichtig ist.

Die Klassen werden - soweit irgend möglich - nach pädagogischen Gesichtspunkten zusammengestellt. Je nach Notwendigkeit besteht eine Klasse aus 5 bis 7 Kindern bzw. in den oberen Klassen bis zu 10. Jugendlichen. Somit ist ein sehr individuell ausgerichtetes Lernen im Klassenverband möglich. Eine Klassenlehrerschaft besteht i.d.R. über mehrere Jahre.

Auf der einen Seite wird also ein individuelles, freudvolles Lernen in überschaubarem Rahmen möglich. Schulängste mit all ihren negativen Begleiterscheinungen wie nächtlichem Einnässen oder Schulunlust werden vermieden. Andererseits suchen wir die Begegnung mit anderen Klassen unserer Schule. Oft werden z.B. Musik oder Sport zusammen mit einer Partnerklasse unterrichtet. Die Schulgemeinschaft nimmt sich auch bei Aufführungen oder Einladungen gegenseitig wahr. Ferner suchen wir regelmäßig die Öffentlichkeit z.B. durch möglichst selbständige Einkäufe oder Erkundungen in fremder Umgebung. Vor allem in der Abgangsstufe gehören solche Kontakte zum selbstverständlichen Ausbildungsinhalt. Begegnungen mit anderen Schulen und deren Schülern sind uns ein Anliegen.

Die zwölfjährige Schulzeit ist in 3 Stufen gegliedert, die jede für sich besondere pädagogische Schwerpunkte aufweist und deren Lehrkräfte sich in Teambesprechungen intensiv beraten, austauschen und miteinander planen:
Grundstufe(1. bis 4. Schuljahr): Der Tages- und Wochenablauf mit seinen Unterrichtsinhalten bekommt einen für die Kinder überschaubarenRhythmus. Freude am Lernen, aber auch das Erarbeiten von grundlegenden sozialen und lebenspraktischen Inhalten stehen im Vordergrund. Fertigkeiten werden ausgebildet und das Zutrauen in die eigenen Möglichkeiten unterstützt. Die Bereiche Schrift/ Lesen und Zahl werden in regelmäßigem Unterricht genauso angebahnt wie z.B. Bildhaftes Gestalten, Musik oder Sport.Hauptstufe (5. bis 9.Schuljahr): Eine Differenzierung je nach Fähigkeit kann in einzelnen Fachbereichen (z.B. Kulturtechniken) stattfinden. Fächer kommen hinzu oder verlangen nun speziellere Fähigkeiten.Das beginnende Jugendalter fordert neue Inhalte (z.B. Sexualerziehung), aber auch ein neues, jugendgerechtes methodisches Vorgehen (verstärkt Fachunterricht, klassenübergreifender oder projektorientierter Unterricht). Der Umfang der Erfahrung z.B. im Bereich der Umwelt ('Sachkunde') weitet sich und mündet immer mehr in selbständiges Handeln soweit dies möglich ist.Berufsschulstufe (10. bis 12. Schuljahr): Dieser Schulabschnitt lässt sich nur noch bedingt mit der bisherigen Schulzeit vergleichen. Schon die Klassenräume machen dies deutlich, was sich durch deren Besichtigung leicht erfahrbar wird. Die Jugendlichen werden intensiv auf das Arbeitsleben und auf den Bereich des privaten Lebens nach der Schulzeit vorbereitet. Praktika und Dienstleistungsaufgaben stehen neben den sachunterrichtlichen Themen und den besonderen Ansprüchen im Werken oder der Hauswirtschaft im Vordergrund. Viele Exkursionen machen mit der Erwachsenenwelt bekannt. Der Klassenverband verliert an Wichtigkeit. Wir haben hier also eine Art Berufsschule mit vielfältigen Trainings- und Praktikumsvorhaben (Wohnen, Beruf) vor uns. Schulzeiten:

Montag, Dienstag, Donnerstag: 8.20 bis 15.30 Uhr.

Mittwoch und Freitag: 8.20 bis 12.00 Uhr.

An den langen Tagen gibt es ein Mittagessen in der Schule.
Die Kinder fahren mit speziellen Bustouren oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln (kostenfrei) in die Schule bzw. wieder nach Hause.

Bei Fragen können Sie sich gerne an den Sonderschullehrer, die Sonderschullehrerin wenden, welche/r Ihnen bei der Frage der Einschulung hilft. Später können Sie auch Hilfen bei den ersten Elternabenden bekommen, bzw. jederzeit die entsprechenden Lehrkräfte ansprechen.