Außenklassen

 Was ist eine Außenklasse? Was wird da gemacht?

Informationen rund um unsere vier Außenklassen an der Klosterhofschule, der Erich-Kästner-Schule in Nellingen/ Ostfildern und der Katharinenschule in Esslingen.

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Bericht über die Außenklassen an der Klosterhofschule (Ostfildern/Nellingen)

Schuljahr 2010/2011

 

Allgemeines        

                                 

Im Jahre 1998 nimmt die Klosterhofschule,  angeregt durch den unermüdlichen Einsatz von Eltern behinderter Kinder, ihre Kooperation mit der Rohräckerschule, einer Schule für Geistigbehinderte Kinder und Jugendliche in Esslingen auf. Die Einrichtung der ersten Außenklasse in den Räumen der Klosterhofschule erfolgte im selben Schuljahr und war im Landkreis die Erste ihrer Art.

                              
 

 

Organisationsstrukturen

 

Mit Beginn des Schuljahres 2007 /08 wurde die dritte und 2009/10 die vierte Außenklasse der Rohräckerschule in der Klosterhofschule eingerichtet. Jeweils 5 behinderte Kinder bestreiten den Unterrichtsalltag gemeinsam mit den achtzehn Kindern der jeweiligen Kooperationsklasse der Grundschule.

                                 

                                     Klasse 2a und 2c                                                       Klasse 4a und 4c

 

In den Fächern Deutsch, Mensch-Natur-Kultur (MNK), Englisch, Bewegung-Sport-Spiel (BSS) sowie im Werkstattunterricht (Siehe Bericht!) werden alle Kinder im Klassenverband unterrichtet.

 

 

Beide Außenklassentreffen sich täglich zwischen 2 und 5 Unterrichtsstunden. Es wird zusammen gelernt, gelesen, Sport getrieben und gesungen, unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten des einzelnen Kindes.

                                                               

 

Die Schüler der Grundschule, aber auch die behinderten Kinder profitieren von dem individuellen Lerntempo und der spezifischen Unterrichtsgestaltung der Grund- und Sonderschule. Sie machen wichtige Erfahrung im sozialen Bereich und lernen voneinander. Im Fachbereich Mathematik findet eine getrennte Unterrichtung statt.

 

Für den getrennten Unterricht steht den Außenklassen jeweils ein eigenes Zimmer zur Verfügung.

                     

      

 

Zwei Hofpausen von zwanzig Minuten geben den Schülern neben dem Frühstück auch die Möglichkeit zum Spielen, Toben und zur Annäherung zwischen behinderten und nicht behinderten Kindern über die Kooperationsklasse hinaus.

 

 

Montags endet für die Schüler der Außenklasse der Unterricht um 15.15Uhr. Zu diesem Angebot gehört auch das gemeinsame Mittagessen, welches von Kindern und Lehrern im Klassenzimmer zubereitet wird.

     

 

An den verbleibenden Tagen werden die Schüler mit Kleinbussen um 12.15 Uhr an der Schule abgeholt. Am Donnerstag endet für die Schüler der 4c der Schultag um 13.30Uhr nach dem Werkstattunterricht.

 

Der Unterricht ist geprägt durch eine handlungsorientierte Gestaltung. Die Themen des gemeinsamen Unterrichts werden dem Lehrplan der Grundschule entnommen. Diese werden vom Team so aufbereitet, dass sich darin auch die Schwerpunkte des Lehrplanes der Schule für Geistigbehinderte widerspiegeln.

 
                        

 

Gemeinsame Lieder und Gedichte werden von allen Kindern mit einzelnen Gebärden erlernt und beim Sprechen oder Singen synchron unterlegt. Dies führt zu einem besseren Verständnis der Textinhalte auf Seiten der Außenklassenkinder und einer aktiven Teilnahme am Unterrichtsgeschehen. Spielerisch wird den Kindern der Kooperationsklasse die Gebärdensprache auf diese Weise vermittelt.

 

Das Lehrerteam

Das Lehrerteam besteht aus zwei Grundschullehrerinnen, zwei Sonderschullehrerinnen und drei Fachlehrerinnen. Durch die Doppelbesetzung erhalten die Lehrkräfte die Möglichkeit, noch intensiver die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Kindes zu berücksichtigen und differenziert zu arbeiten.

 

Resümee

Die Kinder der Kooperationsklasse zeigen sich sehr geduldig und einfühlsam im Umgang mit den behinderten Kindern. Sie legen viel Verständnis füreinander an den Tag und begegnen sich ungezwungen. Ohne Aufforderung durch die Lehrperson werden die Kinder der Außenklasse in das Unterrichtsgeschehen integriert und bei gegebenem Anlass in ihrer Arbeit unterstützt. Alle Kinder haben gelernt

mit den individuellen Stärken und Schwächen anderer umzugehen, sich dadurch ihrer eigenen bewusst zu werden und diese zu akzeptieren.

        

                       Klasse 4a und 4c                                 Ausflug ins Freilichtmuseum nach Beuren:

                  Thema: Früher und heute                                         Ein Waschtag vor 100Jahren

  

                           

            Ausflug der gesamten Klosterhofschule                             Erfahrungsfeld EINS + ALLES, 

                          nach Welzheim                                                 ein Freizeitpark der anderen Art,

                                                                                                 Naturerlebnis, Ort der Ruhe  

                                                                                        und aufregendes Spielparadies zugleich

            

 
Kooperation zwischen Rohräckerschule und Katharinenschule Drucken E-Mail

Sechs Schüler und Schülerinnen der Rohräckerschule haben ihr Klassenzimmer nicht in den Räumen der Rohräckerschule, sondern in der Katharinenschule in der Esslinger Innenstadt. Sie sind Schüler und SchülerInnen einer sog. „Außenklasse“ (5c). Sie kooperieren mit einer 5. Klasse der Werkrealschule (5b).

Kooperieren heisst: zusammen etwas machen. Die Schüler und Schülerinnen aus 5b und 5c machen vieles zusammen,: ins Schullandheim fahren, Geburtstage feiern, auf die Eisbahn gehen, in der Pause Trampolin springen, Fussball oder Badminton spielen. Weil alle in der Nähe der Katharinenschule wohnen, trifft man sich auch nach der Schule beim Einkaufen, im Freibad oder auf dem Schulhof.

In vielen Unterrichtsstunden lernen und arbeiten beide Klassen zusammen, z.B. in WZG, WAG, Sport, Kunst, Musik.  Dann sind zwei Lehrer oder Lehrerinnen gemeinsam da. Manchmal wird auch an Stationen  oder in verschiedenen Gruppen in zwei Klassenzimmern (dem Klassenzimmer der 5b und dem der 5c) gearbeitet. Weil jeder anders ist und jeder etwas anderes gut kann, lernen nicht immer alle zur selben Zeit das gleiche, sondern gibt es manchmal unterschiedliche Aufgaben oder man hilft einander. Sich gegenseitig zu helfen, gehört in beiden Klassen zum Alltag: einen Mitschüler zum Bus oder zum Bäcker begleiten, jemand der noch nicht so gut lesen kann, etwas vorlesen oder ein Spiel erklären.