Außerunterrichtliche Aktivitäten

An unserer Schule wird nicht nur unterrichtet - wir unternehmen auch viel zusammen außerhalb des Unterrichts!

    

                      Skischullandheim                                      Musikschule Ostfildern/ Nellingen

Reiten auf dem Ponyhof Drucken E-Mail

 

Anfänglich geht es beim pädagogischen Reiten um die Überwindung und Bewältigung von elementaren Ängsten vor der ungewohnten Umgebung eines Ponyhofes mit Hunden, Katzen und natürlich den „großen“ Pferden.
Mit zunehmender Selbstsicherheit übernehmen unsere Schüler dann die übliche Pflege der lieb gewonnenen Ponys, bedanken sich bei ihnen in reiterlicher Art mutig mit Äpfeln und Karotten und beachten zunehmend eigenständig die notwendigen Sicherheitsregeln.
Das Reiten selbst wird behutsam angebahnt. Viele Kinder müssen von den begleitenden Lehrkräften beim Gleichgewichtshalten unterstützt werden.  Manche entwickeln in kurzer Zeit eine fast perfekte Bewegungskoordination auf dem wiegenden Ponyrücken.
So lässt sich auch für manchen Schüler mit zusätzlicher Körperbehinderung das Fehlen gezielter krankengymnastischer Förderung in Kindergarten und Schule kompensieren.
Mit zunehmender Vertrautheit werden die Schüler mit liebevoller Konsequenz vom Team des Ponyhofs Müller und mit Unterstützung der Lehrkräfte an immer neue Mutproben herangeführt: Aufsitzen ohne Hilfestellung, Liegen auf dem Ponyrücken, freihändiges Reiten, rückwärts auf dem Pony sitzen, selbständiges Kommandieren und gezieltes Führen eines Ponys vermitteln den Schülern wachsende Sicherheit.
Einige Schüler konnten so schon in das „normale“ Kinderreitprogramm am Wochenende eingegliedert werden.
 
Unsere Bildergalerie soll  einen kleinen Einblick in den Unterricht ermöglichen. 

 
Musikschule Ostfildern Drucken E-Mail

Im Jahr 1991 begann eine intensive und nachhaltige Kooperation zwischen der Städtischen Musikschule Ostfildern und der Rohräckerschule. Innerhalb kurzer Zeit ist die Arbeit mit behinderten Menschen unverzichtbarer Bestandteil im Musikschulleben geworden. Viele Kolleginnen und Kollegen haben sich in den Bereich der Sonderpädagogik eingearbeitet und setzen dieses Know-how nunmehr auch in ihrer weiteren musikpädagogischen Arbeit ein. Damit hat die Auseinandersetzung mit dieser besonderen Aufgabe und die Kooperation der beiden Einrichtungen zu einem intensiven gegenseitigen Geben und Nehmen geführt.

 
Kernstück der Kooperation ist der einjährige Orientierungskurs(1999 prämiert vom Landeswohlfahrtsverband Baden-Württemberg). Viele Schüler besuchen danach privat den Instrumentalunterricht, oder nahmen bereits mit ihren Eltern an unseren integrativen Eltern-Kind-Gruppen (MuKiMu) oder der integrativen musikalischen Früherziehung teil.
 
Der Orientierungskurs
Jede Mittelstufenklasse erhält ein Jahr lang die Möglichkeit, Donnerstag vormittags in der Musikschule den Orientierungskurs zu besuchen.
-          Kennen lernen der Musikschule als öffentliche Freizeiteinrichtung
-          Musik erleben mit allen Sinnen
-          Sprachförderung durch Lieder und Reime
-          Wahrnehmungs- und Kommunikationsübungen
-          Singen, Zuhören und eigenhändiges Instrumentalspiel
 
 
Der Instrumentalunterricht
Ziele und Inhalte sind:
-          Erleben und Einüben musikalischer Ausdrucksformen mit Instrument und Körper
-          Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein beim gemeinsamen Musizieren, auch in integrativen Ensembles
-          sinnvolle Freizeitgestaltung, während der gesamten Schulzeit und im beginnenden Arbeitsleben in der Werkstatt
-          Freude an und durch die Musik erleben
 
Der Unterricht wird mit großer Kontinuität erteilt, u. a. in den Fächern Horn, Blockflöte, Querflöte, Gitarre, Klavier, Cello, Schlagzeug.
 
Das Rohräcker-Orchester
Das „Schul-Orchester“ bietet den Instrumentalschülern die Möglichkeit regelmäßig gemeinsam zu musizieren und für Auftritte in Schule und Musikschule zu üben.
 
 
Integrative Unterrichtsangebote für Vorschulkinder:
 
MuKiMu (Eltern-Kind-Musikschule)
Kinder ab 18 Monaten erleben mit ihren Eltern Musik, Sprache und Bewegung im gemeinsamen Spiel.
 
Musikalische Früherziehung
beginnt 2 Jahre vor der Einschulung. Die Kinder lernen in der Gruppe musikalische Phänomene und Ausdrucksmöglichkeiten.
 
Kontakt: Städtische Musikschule Ostfildern, Esslinger Str. 26, 73760 Ostfildern, Tel. 3404-810, Fachbereichsleitung Sonderpädagogik: Nicole Sturm-Goes
 
Skischullandheim 2009 Drucken E-Mail

 Schöne und erlebnisreiche Langlauftage im Allgäu

 
Um eine Woche zusammen beim Skilanglaufen zu verbringen, machten sich, wie auch schon in den vergangenen Jahren, 17 geistgbehinderte Schülerinnen und Schüler der Rohräckerschule auf den Weg ins Allgäu. Ziel war, wie in jedem Jahr das Hubertushaus, welches wunderschön auf einer Hochebene in der Nähe von Oberstaufen / Steibis liegt. Doch um dorthin zu gelangen muß zuerst ein halbstündiger Fußmarsch angetreten werden. Das Gepäck wird hierbei vom Hausvater mit dem Motorschlitten in die Unterkunft hinaufbefördert.
Oben angekommen erwartete alle ein leckeres Mittagessen und frisch gestärkt wurde danach bereits der erste Ski- und Schneekontakt in Angriff genommen. Noch bevor Ski gefahren werden konnte, galt es jedoch zuerst mal diese "langen Latten" auch unter die Füße, bzw.an den Schuhen zu befestigen. Da Ski, Schuhe und Stöcke ja bekanntlich einander sehr ähnlich sind, hat jeder Schüler, jede Schülerin seinen "Skipass" mit Nummer, welche das Erkennen der eignen Skiausrüstung sehr erleichtert.
Jeder, der schon mal auf Skiern stand, erinnert sich sicher, wie glatt diese "Bretter" oft sind. Spielerisch wird den geistigbehinderten Kindern und Jugendlichen der Umgang mit Langlaufskiern von den 4 mitgereisten Sonderpädagogen u. Skilehrern nahegebracht. Ein eigens für diese Woche angelegter Skilanglaufübungsparcor befindet sich direkt vor dem Hubertushaus. Hier werden alle, entsprechend dem jeweiligen Leistungsvermögen gefördert und auch gefordert. Ob als "Riese" oder "Zwerg" einen flach geneigten Hang hinunter zu fahren oder auf nur einem Ski sich beim Roller fahren zu versuchen, für jeden ist etwas dabei. Bei strahlendem Sonnenschein und einer Schneehöhe von über 2 m blieben keine Wünsche offen. Die vielfältige Bewegung in der weißen Pracht machte allen viel Spaß und so ganz nebenbei wurde beim Schlittenfahren, beim Hinabsausen auf Poporutschern oder auch bei einer Fackelwanderung die Kondition und Ausdauer trainiert.
 
Trainingsziel für alle war das große Abschlußrennen am letzten Skitag. Ausgerüstet mit offiziellen Startnummern fieberte jeder dem Startschuß entgegen. Beim Sprint- und Slalomlaufen wurden letzte Reserven mobilisiert und tolle Ergebnisse erzielt. Bei der Siegerehrung am Abend gab es strahlende Gesichter und leuchtende Augen, als ein jeder seine ersehnte und heiß erkämpfte Medaille und Urkunde in Empfang nehmen konnte.
Nach fünf erlebnisreichen und schönen Skitagen wurden alle Skifahrer am Freitag dann schon sehnlich von Ihren "Mamas, Papas, Omas, usw. vor der Rohräckerschule erwartet und freudig in Empfang genommen. Einheitlicher Tenor: "Im nächsten Jahr will ich wieder mit!" 
 
Susanne Wansky-Domhöver