Infos für Eltern und Interessierte

Wie werden die Kinder und Jugendlichen in unserer Ganztagesschule während ihrer 12-jährigen Schulzeit unterrichtet? Davon sollen die folgenden Zeilen einen Eindruck geben.

Elterninformation über Außenklassen Drucken E-Mail

Außenklassen sind Klassen der Schule für Geistigbehinderte, welche aber an einer anderen Schule (meistens an einer Grundschule) unterrichtet werden. Eine Klasse der Gastschule wird der Außenklasse als Kooperationsklasse zugeordnet. Beide Klassen arbeiten soweit wie möglich im Unterricht zusammen.

 
Viele Vorgespräche sind zwischen allen Beteiligten notwendig, bis eine Außenklasse letztlich entstehen kann. Ausschlaggebend ist, dass genügend Eltern gefunden werden, welche die Einrichtung einer Außenklasse wünschen. Unsere Schule hat sich (bei genügend Interesse) verpflichtet, jedes zweite Jahr eine neue Außenklasse (1.Klasse) einzurichten.
Ein Info-Elternabend (meistens im Herbst) bietet eine gute Gelegenheit, um sich unverbindlich über das pädagogische Angebot der Stammschule und der Außenklasse zu informieren und mit beteiligten Lehrkräften bzw. der Schulleitung ins Gespräch zu kommen..
 
Was macht das 'Spezielle' einer Außenklasse aus?
Die Kinder einer Außenklasse haben ein eigenes Klassenzimmer in der Nähe ihrer Kooperationsklasse. Das Team dieser beiden Klassen entscheidet, wie und wie viel Kooperation stattfinden kann. Es handelt sich immer um ein intensives Ringen um die besten pädagogischen Möglichkeiten. Die geistig behinderten Kinder können sich vermehrt an den nicht behinderten Kindern orientieren, diesen nacheifern oder sie nachahmen. Nicht immer kann aber dabei z.B. im lebenspraktischen oder sozialen Bereich so individuell auf die einzelnen Kinder eingegangen werden wie dies in der Stammschule der Fall wäre. Diese sind eben in das Schulleben - auch während der Pause - der Gastschule integriert. Im Gegenzug lernen die (Grund)Schüler, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Eingehen auf Behinderung. Hier ein gutes Miteinander zu finden ist die nicht immer einfache Aufgabe des Teams.
 
Ob ein Kind in einer Außenklasse genügend Anregung und Förderung erfahren kann, sollte in beratenden Gesprächen versucht werden abzuspüren. Auch sind organisatorische Gesichtspunkte zu klären: Die Unterrichtszeiten orientieren sich an den Gegebenheiten der Gastschule, sodass nicht immer ein Nachmittagsunterricht angeboten werden kann. Die Kinder haben ferner id.R. einen etwas längeren Schulweg mit dem Bus zu bewältigen.
 
 
Wie geht es weiter?
Bereits am Ende der Grundschulzeit bemerkt man die sich verändernden Bedürfnisse der Kinder. Die Fortführung einer Außenklasse z.B. an einer Hauptschule ist möglich, bedarf aber eingehender Gespräche. Die Wahrscheinlichkeit einer inneren Isolation durch soziale Vereinsamung und inhaltliche Überforderungen wird immer größer. Nun muss gemeinsam abgewogen werden zum Wohle des Kindes.
 
Eine andere Möglichkeit integrativer Erziehung bietet die sogenannte ISEP, d.h. einer Einzelintegration in einer Regelschule am Wohnort.
 
Herr von Zabern